Online Casino Lizenz aus Russland

 

Heute ist GlĂŒcksspiel so gut wie ĂŒberall in Russland verboten und streng reguliert. Doch das war nicht immer so. Wer in der Geschichte des eurasischen Staates zurĂŒckblickt, erkennt, dass Gambling eine lange Tradition aufweisen kann. Schon 1667 gab es staatliche Lizenzen und Casinos gehörten bis 2009 auch zum Stadtbild Moskaus. In jenem Jahr trat jedoch ein neues Gesetz in Kraft, welches dem russischen GlĂŒcksspiel (mit Ausnahme von Sportwetten) einen Riegel vorschob.

Seither ist die Vergabe von Casino-Lizenzen auf lediglich vier Grenzregionen des Landes beschrĂ€nkt, eine fĂŒnfte soll bald hinzukommen. Es handelt sich um die Regionen Primorje, Krasnodar, Altai und Kaliningrad welche an den Grenzen im SĂŒdosten, SĂŒden, SĂŒdwesten und Westen liegen.

Auch im Bereich des digitalen GlĂŒcksspiels sieht es eher schlecht aus in Russland. Es ist generell verboten. Jedoch gibt es einige Ausnahmen fĂŒr manche Simulationen von Spielen mit Wetteinsatz, dazu gehören unter UmstĂ€nden auch Spielautomaten und Kartenspiel im Online Casino.

Antrag auf eine Lizenz

ZustĂ€ndig fĂŒr die Erteilung einer Lizenz ist das russische Finanzministerium bzw. seine untergeordneten Abteilungen in den betreffenden vier Regionen. Allerdings werden lediglich Lizenzen fĂŒr stationĂ€re Casinos in den vier Regionen und fĂŒr Buchmacher vergeben. Eine Lizenzierung von Online-Casinos findet nicht statt.

Die vier GlĂŒcksspielsonderzonen im Überblick:

  • Primorje (nahe der Stadt Wladiwostok)
  • Krasnodar (die ehemalige Olympiastadt Sotschi)
  • Altai
  • Kaliningrad

Das Problem dieser vier Zonen liegt darin, dass der gewĂŒnschte Aufschwung in manchen von ihnen ausblieb. So hatte die russische Regierung gehofft, dass die Wirtschaft vor Ort krĂ€ftig angekurbelt wĂŒrde, sobald man nur etwas Geld in die Hand nimmt und ein Casino baut.

Primorje

FĂŒr die Region Primorje mit seiner Grenzlage zu China, Korea und Japan hat dies auch geklappt. Hier haben sich mittlerweile sieben Casinos angesiedelt, darunter das Tigre de Cristal.

Kaliningrad

Eine weitere Sonderzonen ist die russische Exklave Kaliningrad, das bis 1946 den Namen Königsberg trug. Liegend an der Ostsee ist Kaliningrad ein beliebtes Reiseziel – auch fĂŒr Deutsche Touristen. Die grĂ¶ĂŸte Spielbank dort ist das Casino Sobranie.

Altai

Das Altai Palace Casino im Altaigebirge ist eher klein und als Erholungsgebiet fĂŒr russische Touristen zu betrachten.

Krasnodar

in der Region Krasnodar gab es zunĂ€chst die Sonderzone Asow, welche jedoch mangels einer positiven Bilanz zum Ende des Jahres 2018 geschlossen wurde. In derselben Region eröffneten jedoch nun die ersten beiden Casinos in einer anderen und vielversprechenderen Stadt: in Sotschi. Hier boomt der Tourismus, sodass die Casinos dort auf grĂ¶ĂŸere Akzeptanz stoßen werden.

Übrigens: Nicht weit entfernt und ebenfalls am Schwarzen Meer plant die russische Regierung gerade eine fĂŒnfte Sonderzone fĂŒr GlĂŒcksspiel. Gemeint ist die Halbinsel Krim, die zu einem russischen Las Vegas ausgebaut werden soll. Wie viele westliche Spieler jedoch hierher kommen werden ist fraglich, gehört die Halbinsel doch eigentlich der Ukraine und steht nach ihrer Annexion durch Russland nicht gerade in gutem Licht da.

Schutz fĂŒr Spieler

Wer beispielsweise als Tourist nach Russland kommt und dort ein Spiel wagt, der kann sich zumindest darauf verlassen, dass stationĂ€re Casinos geprĂŒft sind und staatlich lizenzierte Buchmacher in speziellen Vereinigungen zum Schutz der Spieler sind.

Online sieht das anders aus. Online-Casinos, welche hĂ€ufig eine russische und englischsprachige BenutzeroberflĂ€che haben, werden regelmĂ€ĂŸig von den zustĂ€ndigen Behörden geschlossen. Zwar nehmen andere Online-Casinos unmittelbar ihren Platz ein, doch was mit Geldern auf Spielerkonten von geschlossenen Casinos passiert, ist unklar.

Wie zuverlĂ€ssig ist ein Online-Casino in Russland fĂŒr Sie als Spieler?

Als auslĂ€ndischer Spieler sollte man einen großen Bogen um Online-Casinos machen, welche mit einer russischen Lizenz werben. Das liegt schon ganz einfach daran, dass es eine derartige Lizenz gar nicht gibt.