Online Casino Lizenz aus Belgien

Die Gesetzgebung in Belgien war in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten bezĂŒglich des GlĂŒcksspiels Ă€ußerst restriktiv. Doch aufgrund einiger VerĂ€nderungen auf europĂ€ischer Ebene und besonders auch aufgrund der positiven Beispiele anderer EU-Staaten, Ă€nderte das Königreich Belgien 1999 und nochmals 2010/11 seinen Kurs. Ziel der Regierung war es damals, die eigenen BĂŒrger vor Betrug zu schĂŒtzen. Denn das vor 1999 geltende strickte GlĂŒcksspielverbot sorgte fĂŒr einen Wildwuchs des Schwarzmarktes mit schier unkontrollierbaren betrĂŒgerischen GlĂŒckspielangeboten. Unter anderem fĂŒhrte das Land daher eine „Whitelist“ und eine „Blacklist“ von Online Casinos und anderen GlĂŒcksspielseiten im Internet (zum Beispiel Poker) ein.

Wer heute eine belgische Lizenz vorweisen kann, dessen Webseite ist in Belgien aufrufbar. Wer hingegen auf der schwarzen Liste steht, wird mit allen Mitteln bekÀmpft. Dazu gehören beispielsweise Providersperren oder auch die drohende Anzeige von Spielern. In diesem Beitrag wollen wir uns einmal genauer mit den Vorschriften einer belgischen Lizenz beschÀftigen, wie sie von seriösen Anbietern beantragt werden kann.

ZustĂ€ndig fĂŒr die Lizenzierung von Online Casinos in Belgien ist die 1999 gegrĂŒndete belgische GlĂŒcksspielkommission. Diese vergibt auf Antrag und bei ErfĂŒllung aller Kriterien eine von insgesamt sieben verschiedenen Lizenzen. Umgekehrt kann die Kommission ebenfalls handeln. Denn wenn es VerstĂ¶ĂŸe gegen belgische Gesetze gibt, kann die Kommission bereits erteilte Lizenzen wieder zurĂŒckziehen oder anderweitige Sanktionen verhĂ€ngen. Das könnte beispielsweise eine zeitweilige Einstellung des Betriebs, ein Verbot bestimmter Spielautomaten, Geldbußen oder sogar GefĂ€ngnisstrafen fĂŒr Verantwortliche sein.

Antrag fĂŒr eine Lizenz

Um eine der sieben verfĂŒgbaren Lizenzen fĂŒr ein Online Casino zu bekommen, muss eng mit der GlĂŒcksspielkommission zusammengearbeitet werden. Doch schon bevor ein Casino sich ĂŒberhaupt lizenzieren lassen kann, gibt es eine BeschrĂ€nkung. Hier sprechen wir von der maximalen Anzahl an verfĂŒgbaren Lizenzen. Die Lizenz A, die an stationĂ€re Casinos vergeben wird, ist in Belgien auf neun StĂŒck beschrĂ€nkt. Die Lizenz B, welche fĂŒr Spielhallen erforderlich ist, darf zeitgleich an maximal 180 Betriebe vergeben werden. Die anderen Lizenzen sind beispielsweise fĂŒr Bingo (C), Hersteller von SpielgerĂ€ten (E) oder GlĂŒcksspiele in Telemedien (G).

Um eine der Lizenzen zu bekommen mĂŒssen insbesondere Angaben zur Person (juristisch oder natĂŒrlich) gemacht werden. Die GlĂŒcksspielkommission in Belgien interessiert sich beispielsweise fĂŒr die finanzielle Situation und eventuelle juristische Delikte oder Konkurse in der Vergangenheit. Nun wird es jedoch kompliziert, denn wer ein Online Casino mit belgischer Lizenz betreiben möchte, benötigt eine A+ Lizenz, die jedoch nur an Besitzer einer A Lizenz vergeben wird. Allerdings kann es mehrere A+ Lizenzen geben. Das fĂŒhrt dazu, dass die stationĂ€ren Casinos in Belgien mit Online Casinos zusammenarbeiten. So laufen beispielsweise PokerStars.be und Circus.be ĂŒber die A+ Lizenz des Casinos in Namur (Wallonien).

Schutz der Spieler

Spieler, die in Belgien in einem Casino oder in einer Spielhalle spielen wollen, mĂŒssen mindestens 21 Jahre alt sein. Das ist ein Unterschied zu der sonst sehr hĂ€ufigen AltersbeschrĂ€nkung von 18 Jahren. Außerdem mĂŒssen sich die Spieler registrieren. Diese Regeln gelten ebenfalls im Bereich des Online Casinos. Da sich Belgien den Schutz der Spieler (auch vor sich selbst) ganz oben auf die Fahnen geschrieben hat, ist es kaum verwunderlich, welche vielseitigen Maßnahmen hier ergriffen wurden. Dazu gehört beispielsweise das Excluded Persons Information System (EPIS), bei dem es sich um eine zentrale Datenbank mit allen Spielern handelt, die weder in stationĂ€re noch virtuelle Casinos hineingelassen werden dĂŒrfen. Das bemerkenswerte in der belgischen Gesetzgebung ist jedoch, dass es vielseitige GrĂŒnde fĂŒr einen derartigen Ausschluss aus den Casinos geben kann. Neben der freiwilligen Aufnahme in das EPIS können beispielsweise auch die Ehepartner oder ein Gericht fĂŒr eine Eintragung sorgen.

Finanzielle Vorschriften

Eine A Lizenz ist fĂŒr 15 Jahre gĂŒltig, allerdings geben die belgischen Behörden an, die Lizenznehmer hĂ€ufig vor Ort zu kontrollieren. Inwieweit dies auch bei den Online-Casinos zutrifft, wird nicht vermerkt. Wahrscheinlich ist jedoch, dass sich die stationĂ€ren Casinos fĂŒr die Betreiber ihrer Zusatzlizenzen verantworten mĂŒssen, da es sich bei A+ eben nicht um eine gĂ€nzlich eigenstĂ€ndige Lizenz handelt. Finanziell mĂŒssen die Betreiber in jedem Fall nachweisen können, dass sie ĂŒber ausreichende Mittel verfĂŒgen, um Gewinne auszahlen zu können.

Wie zuverlĂ€ssig ist ein Online-Casino in Belgien fĂŒr Sie als Spieler?

Wie bereits eingangs erwĂ€hnt, handelt es sich mit Belgien um ein Land mit einer sehr strengen GlĂŒcksspieltradition. Auch wenn diese gelockert – und somit den anderen europĂ€ischen LĂ€ndern angepasst – wurde, wird das GlĂŒcksspiel im Königreich noch immer nicht auf die leichte Schulter genommen. Das lĂ€sst sich vor allem an den limitierten und streng geregelten Lizenzen ablesen, aber auch an den umfangreichen Maßnahmen zum Schutz der Spieler. Wie auch die anderen europĂ€ischen Lizenzen können wir die belgischen Lizenzen ruhigen Gewissens als seriös und vertrauensvoll empfehlen.